Wenn du als Makler schnelle Visuals für ein Exposé brauchst, stößt du früher oder später auf Planner 5D. Das Tool positioniert sich als 2D/3D-Raumplaner: Grundrisse erstellen, Möbel platzieren, Räume im Stil verändern und daraus Renderings ableiten.
Im Immobilienkontext ist die wichtigste Frage weniger „Kann das Tool schöne Bilder?“, sondern: Passt der Output zu deinem Ziel (Grundriss, Konzept, Variante) – oder brauchst du fotorealistische Visuals auf Basis echter Objektfotos (Virtual Staging / Renovierungs-After)?
In diesem Artikel bekommst du eine praxisnahe Einordnung: für wen Planner 5D sinnvoll ist, wo Grenzen liegen, worauf du bei Preisen/Lizenzen achten solltest und welche Alternativen (z. B. HomeByMe / homebyme oder KI-Ansätze) je nach Workflow besser passen.
Für wen ist Planner 5D im Immobilienkontext sinnvoll?

Makler: schnelle Visuals fürs Exposé
Planner 5D ist besonders hilfreich, wenn du schnell Varianten zeigen willst, ohne CAD- oder BIM-Prozess:
- Raumaufteilung „Wie könnte es aussehen?“ (z. B. offene Küche vs. separate Küche)
- Möblierungsvarianten (Studenten-Apartment, Familien-Layout, Homeoffice)
- Orientierung für Interessenten bei leerstehenden Objekten (besseres Raumgefühl als nur ein leerer Grundriss)
Wichtig: Der Nutzen ist am größten, wenn du Konzept-Renderings kommunizierst (Ideen/Varianten) und nicht „so ist es wirklich“.
Home Stager: Konzept-Layouts & Stilrichtungen
Für Home Stager kann Planner 5D als Moodboard- und Layout-Tool funktionieren:
- Stilrichtungen testen (modern, skandinavisch, klassisch)
- Farbharmonien und Proportionen grob evaluieren
- Kundenabstimmung: „Welche Richtung bevorzugen Sie?“
Wenn du stärker aus der Perspektive von Staging denkst, lohnt sich ergänzend der Kontextartikel: Homestaging: Definition & Einsatz und als Begriffsklärung Was bedeutet „staged home“?.
Renovierungs-/Handwerksbetriebe: frühe Ideen, keine Ausführungsplanung
Für Betriebe aus Renovierung/Innenausbau kann Planner 5D ein Tool sein, um frühe Visuals zu erstellen:
- Grobe Material-/Stilrichtung visualisieren
- Raumwirkung vorab diskutieren (z. B. Bad-Neugestaltung, Küchenlayout)
Aber: Es ersetzt keine Ausführungsplanung (Maßketten, Detailanschlüsse, Normen, technische Zeichnungen). Nutze es als „Pitch-/Konzept-Ebene“.
Was kann Planner 5D (kurzer Überblick)
Planner 5D ist ein Raumplaner („5d planner“ wird häufig als Suchvariante genutzt), der 2D-Grundrisse und 3D-Modelle aus demselben Projekt erzeugt. Im Immobilienmarketing ist das vor allem ein Konzept- und Grundriss-nahe Workhorse.
Grundriss/Room-Planning (2D/3D)
Typische Funktionen:
- Wände/Räume anlegen, Maße setzen
- Wechsel zwischen 2D-Plan und 3D-Ansicht
- Zonen planen (Wohnen/Essen/Arbeiten) und Laufwege prüfen
Praxis-Tipp für Makler: Wenn du einen floor plan creator suchst, kläre zuerst, ob du primär schnelle Exposé-Grafiken brauchst (orientierend) oder maßlich belastbare Pläne (z. B. für Umbauplanung).
Bibliothek/Objekte & Styles
Der größte Hebel für schnelle Ergebnisse ist die Objektbibliothek:
- Möbel/Leuchten/Deko als Platzhalter für Proportionen
- Styles, um Räume „wohnlich“ zu machen
- Varianten per Duplikat (z. B. „möbliert“ vs. „Homeoffice“)
Für Exposés funktionieren oft schon „neutrale“ Sets: wenige, realistische Möbel, kein überladenes Styling.
Rendering/Visualisierung: was ist realistisch, was nicht?
Planner 5D kann Renderings erzeugen, die für Konzeptdarstellungen gut funktionieren. Realistisch ist aber nicht automatisch fotorealistisch.
Was meist gut klappt:
- Raumgefühl, Blickrichtungen, Proportionen
- Stilvarianten (hell/dunkel, modern/klassisch)
Was oft an Grenzen stößt:
- Exakte Materialanmutung wie im echten Objekt
- Identische Perspektive wie ein konkretes Foto vor Ort
- Bestandsdetails (Heizkörper, Fensterprofile, spezielle Böden) ohne aufwändige Nacharbeit
Preise & Lizenzfragen: worauf sollten Teams achten?
Kostenlose vs. bezahlte Pläne (allgemein halten, ohne konkrete Zahlen falls unsicher)
Bei Tools wie Planner 5D ist die Preislogik oft so aufgebaut:
- Free/Basic: Einstieg, eingeschränkte Bibliothek/Export/Qualität
- Paid/Pro: mehr Assets, höhere Renderqualität, zusätzliche Exporte
- ggf. Business/Team: Verwaltung, kommerzielle Nutzung, Kollaboration
Für Immobilien-Teams zählt weniger der „Monatspreis“, sondern die Frage: Wie viele Objekte/Exposés pro Monat musst du produzieren und wie standardisiert soll der Output sein?
Kommerzielle Nutzung von Renderings/Assets: typische Stolpersteine
Checkliste, bevor du Renderings in Inseraten, Exposés oder Social Ads nutzt:
- Erlaubt die Lizenz kommerzielle Nutzung der Renderings?
- Gibt es Einschränkungen für Objekte/Assets (z. B. Premium-Modelle)?
- Darfst du Bilder in Kundenprojekten verwenden (Agentur/Studio-Use Case)?
- Dürfen Renderings in Portalen (z. B. ImmoScout/Immonet) veröffentlicht werden?
Wenn du unsicher bist: In Marketing-Workflows ist „kostenlos“ oft teurer, wenn du später Assets austauschen oder Renderings zurückziehen musst.
Mehrbenutzer/Team-Workflows (falls relevant)
Für Maklerbüros/Franchises sind diese Punkte entscheidend:
- Projekt-Ordnerstruktur (pro Objekt/Listing)
- Rechte & Rollen (wer darf final exportieren?)
- Wiederverwendbare Templates (Branding, Standardmöblierung)
Wenn dein Team viele Listings parallel bearbeitet, kann ein Tool mit sauberer Kollaboration wichtiger sein als „noch bessere Render-Qualität“.
Stärken & Grenzen für Immobilien-Exposés
Stärken: Raumaufteilung, Varianten, schnelle Konzepte
Planner 5D ist stark, wenn du Entscheidungen und Potenziale kommunizieren willst:
- „So könnte der Raum möbliert wirken“ (insbesondere bei leerstehenden Objekten)
- „So wäre ein Umbau denkbar“ (z. B. Wand entfernen, Essbereich integrieren)
- Variantenvergleich: 2–3 Layouts für unterschiedliche Zielgruppen
In Exposés ist das ideal als klar gekennzeichnete Visualisierung/Beispielmöblierung.
Grenzen: Foto-Realismus vs. echte Objektfotos, Perspektive, Bestandstreue
Die häufigsten Fallstricke im Immobilienmarketing:
- Perspektive passt nicht zum realen Raumfoto → wirkt „fremd“
- Bestandsdetails fehlen → Interessenten merken Abweichungen
- Fotorealismus reicht nicht für „After“-Visuals, die wie echte Fotos wirken
Abgrenzung: Klassisches (oder virtuelles) Staging ist in der Regel stärker darauf ausgelegt, ein Objekt verkaufspsychologisch zu inszenieren und die Darstellung nah an der Realität zu halten. Als Einstieg/Definition siehe: Homestaging: Definition & Einsatz.
Alternativen zu Planner 5D für Immobilien (kurze Vergleichstabelle)

Wenn du bei Planner 5D an Grenzen stößt, sind Alternativen oft nicht „besser“, sondern besser passend zum jeweiligen Output.
HomeByMe (Fokus: 3D/Interior)
HomeByMe / homebyme ist eine häufig genannte Alternative im 3D-Interior-Bereich. Es kann sinnvoll sein, wenn du mehr Fokus auf Interior-Visualisierung legst und ein Tool suchst, das sich stark auf Einrichtungsszenen konzentriert.
Andere Raumplaner-Apps (Kategorie, nicht als vollständige Liste)
Neben Planner 5D und HomeByMe gibt es viele Raumplaner-Apps je nach Endgerät und Workflow. Wenn du einen breiteren Überblick suchst, lies den Guide: Raumplaner-Apps (Vergleich).
Optional (EN-Ressource, falls du international arbeitest): Floor planner for real estate agents (EN).
KI-Ansatz: Foto → ‚After‘-Bild für Renovierungs-/Staging-Ideen
Wenn dein Ziel ist: aus einem echten Bestandsfoto ein „After“-Bild zu erzeugen (Renovierungsidee, Virtual Staging), ist ein KI-Workflow oft näher am benötigten Output als ein klassischer 5D planner.
- Input: reales Foto (statt Grundriss)
- Output: „After“-Visual in ähnlicher Perspektive
- Ideal für: leerstehende Räume, Renovierungsvarianten, schnelle Staging-Ideen
Mehr dazu: KI-Raumgestaltung für Immobilien.
Vergleichstabelle: Planner 5D vs. Alternativen (für Immobilien)
| Option | Zweck | Typischer Input | Typischer Output | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Planner 5D | Raumplanung & Varianten | Grundriss/Skizze, Maße | 2D/3D-Konzept, Renderings | Exposé-Visuals, Layout-Optionen |
| HomeByMe (home by me) | 3D-Interior & Einrichtung | Grundriss/Room-Setup | 3D-Interiorszenen | Einrichtungskonzepte, Stilvarianten |
| Raumplaner-Apps (Kategorie) | Schnellplanung je nach App | Skizze/Grundriss | 2D/3D je nach Tool | Mobile Workflows, schnelle Entwürfe |
| KI Foto→After | Renovierung/Staging aus Fotos | Bestandsfoto | Fotobasiertes After-Bild | Virtual Staging, Renovierungs-Ideen |
Wie wählt man das richtige Tool? (Entscheidungskriterien)
Ziel: Grundriss vs. fotorealistische Visuals
Frage dich zuerst:
- Brauchst du Orientierung & Layout (Grundriss/3D-Konzept)? → Raumplaner wie Planner 5D
- Brauchst du verkaufsnahe After-Visuals (wie ein Foto)? → eher KI-/Staging-Ansatz
Input: Plan/Skizze vs. Foto
- Wenn du verlässliche Maße/Grundrissdaten hast: Raumplaner sind effizient.
- Wenn du „nur“ Fotos hast und schnell After-Bilder brauchst: Foto-basierte Workflows sind oft schneller.
Speed/Volumen (viele Listings)
Bei hohem Listing-Volumen zählen:
- Templates & Wiederverwendbarkeit
- Schnelle Variantenproduktion (2–3 pro Objekt)
- Klarer Freigabeprozess (wer exportiert final?)
Konsistenz fürs Branding (Look & Feel)
Für Agenturen/Franchises wichtig:
- Einheitliche Kamerawinkel/Renderstile
- Wiederkehrende Farbpalette und Möblierungslogik
- Wiedererkennbare Darstellung über alle Exposés hinweg
Key takeaways
- Commercial-intent beantworten: klare Kriterien, wann Planner 5D passt und wann nicht.
- Im Immobilienkontext abgrenzen: Grundriss-/Konzepttool vs. fotorealistisches Staging/‚After‘-Visuals aus Fotos.
- Vergleich kompakt halten: 1 Tabelle + kurze Bullet-Pros/Cons, um Snippet-Chance zu erhöhen.
- E-E-A-T: praxisnahe Szenarien (Exposé, Inserat, Renovierungs-Optionen) statt generischer Interior-Design-Tipps.
FAQ
Ist Planner 5D für Immobilien-Exposés geeignet?
Ja, wenn du Konzept-Visuals (Layout, Möblierungsbeispiele, Varianten) zeigen willst. Für „wie fotografiert“-Darstellungen ist es oft nicht die beste Wahl.
Worin unterscheidet sich ein Raumplaner von Virtual Staging?
Ein Raumplaner erstellt Visuals aus Grundriss/Modell. Virtual Staging arbeitet typischerweise auf echten Objektfotos und erzeugt daraus eine realitätsnähere, verkaufsorientierte Darstellung.
Welche Alternative zu Planner 5D ist besser für Makler?
Das hängt vom Ziel ab: Für Interior-Konzepte kann HomeByMe passen; für fotobasierte Renovierungs- oder Staging-Ideen ist ein KI-Workflow oft geeigneter. Einen breiten Überblick gibt es im Raumplaner-Apps (Vergleich).
Kann ich mit Planner 5D fotorealistische ‚After‘-Bilder erzeugen?
Du kannst hochwertige Renderings erstellen, aber sie sind meist modellbasiert und nicht identisch mit der Perspektive/den Details echter Fotos. Für echte „After“-Bilder aus Bestandsfotos ist ein Foto→After-Ansatz oft näher am Bedarf.
Was ist besser: Grundriss-Tool oder KI-Raumgestaltung aus Fotos?
- Grundriss-Tool: besser für Layout-Planung, Varianten, Orientierung.
- KI aus Fotos: besser für schnelle, fotonahe After-Visuals für Marketing.
Wenn du primär mit Fotos arbeitest, starte hier: KI-Raumgestaltung für Immobilien.

